Der Schuppen, den du heute ignorierst, kann morgen dein bester Verbündeter sein.
Viele von uns, die im Garten arbeiten, unterschätzen den Wert eines gut organisierten Werkzeugschuppens. Die 5‑S Methode – Sortieren, Setzen, Schimmern, Standardisieren und Systematisieren – stammt aus der Lean-Industrie, lässt sich aber hervorragend auf unseren kleinen, aber bedeutenden Werkzeugschuppen übertragen. Hier ein praxisnaher Ansatz, wie du das Prinzip in deinem Garten umsetzt, damit dein Schuppen immer ein Ort der Ordnung und Effizienz bleibt.
Sortieren – Was wirklich gebraucht wird
Zuerst musst du die Aufgabe erfüllen: Alle Werkzeuge aus dem Schuppen nehmen und in zwei Stapel legen – das, was wir benutzen, und das, was nicht. Wenn du ein Werkzeug nicht in den letzten drei Monaten verwendet hast, ist es Zeit, darüber nachzudenken, ob es wirklich notwendig ist.
Setzen – Ordnen im Sinn
Wenn du die verbleibenden Werkzeuge behältst, ordne sie nach ihrer Art: Schaufeln, Handsägen, Wasserhähne, Messlatten. Ein klar definiertes System hilft dir, jedes Werkzeug sofort zu finden. Du könntest zum Beispiel die Werkzeugkisten nach Funktion gruppieren – ein Set für die Erde, eines für die Pflege der Pflanzen.
Schimmern – Sauberkeit ist Nachhaltigkeit
Reinige alle Werkzeuge gründlich. Entferne Schmutz, Rost oder alte Reste. Ein sauberer Schuppen ist nicht nur angenehmer, sondern verhindert auch die weitere Verschlechterung. Ein wenig Wachs auf dem Holz oder ein bisschen Öl auf den Metallen kann die Lebensdauer deutlich verlängern.
Standardisieren – Kennzeichnung und Routine
Schmied deine Werkzeuge mit klaren Etiketten. Jedes Stück bekommt einen Namen oder eine Nummer, die auch von jedem Mitglied der Gemeinschaft verstanden wird. Zusätzlich könntest du eine kleine Logbuch-Marke anbringen, damit jeder notieren kann, wann ein Werkzeug zuletzt benutzt wurde. Auf diese Weise bleibt die Ordnung erhalten und du weißt, wann ein Werkzeug gewartet werden muss.
Systematisieren – Nachhaltige Gewohnheit
Lege einen festen Platz für jedes Werkzeug fest. Nach jeder Benutzung soll es wieder an seinen Platz zurückkehren. Vielleicht organisierst du einen kurzen Workshop für die Nachbarn, bei dem ihr gemeinsam den Schuppen einrichtet und erklärt, warum das wichtig ist. So entsteht ein Gefühl von Verantwortung und Gemeinschaft.
Schlussbetrachtung
Ein gut organisierter Schuppen spart nicht nur Zeit – er spart auch Ressourcen. Weniger Zeit, die du damit verschwendest, nach Dingen zu suchen, bedeutet mehr Zeit, die du für Pflanzen und die Nachbarschaft investieren kannst. Und die Pflege des Schuppens selbst ist ein kleines, aber bedeutendes Projekt für die Nachhaltigkeit: Mehr Lebensdauer der Werkzeuge, weniger Verschwendung und ein Ort, an dem jeder gerne arbeitet.