Lena Fisher

Gemeinschaftsgärtnerin

Raum für alles – Wie man die Stadtfläche maximal nutzt

Ein kleiner Ratschlag für deine Gärtner-Community: Jeder Quadratzentimeter zählt.

Stell dir vor, dein Garten ist ein großes, aber ungenutztes Puzzle. Wir haben genug Erde, genug Sonne, aber das flache Layout lässt viel Raum ungenutzt. In meiner Wien-Garteninitiative habe ich gelernt, dass wir jeden Zentimeter der Pflanzfläche nutzen können, wenn wir ein bisschen kreativer werden. Hier ein paar Ideen, die dir helfen können, deine Fläche sinnvoll zu nutzen, ohne zusätzliche Kosten.

Vertikale Wände – nicht nur ein Trend, sondern eine Lösung
Wenn du eine Wand hast, nutze sie. Anstatt sie als stiller Beobachter zu lassen, kannst du Rankpflanzen wie Tomaten, Gurken oder sogar grüne Bohnen daran klettern lassen. Du sparst nicht nur Boden, sondern erhöhst die Ernteerträge. Zudem schützt die Wand die Pflanzen vor starkem Wind und reduziert die Bewässerungsbedürftigkeit, weil die Pflanze sich an die Wand annäht.

Tiered Beds – Höhenunterschiede als Vorteil
Durch das Anlegen von geschichteten Beeten – eine Schicht kleiner, eine größere darüber – kannst du verschiedenartige Pflanzen zusammen in einer Reihe unterbringen. Die kleineren Pflanzen brauchen weniger Licht, die größeren nutzen das volle Sonnenlicht. Gleichzeitig erhöht sich die Sichtbarkeit der Pflanzen, was die Pflege erleichtert.

Tiefes Verständnis für Pflanzenwachstum
Wenn du z. B. Tomaten in der Nähe von Zucchini anbaust, profitieren beide von einem unterschiedlichen Höhenprofil. Die Tomaten können auf einem Rankgerüst nach oben wachsen, während die Zucchini den Boden breit einnehmen. So nutzt du sowohl den Boden als auch die Höhe optimal.

Zusammenarbeit statt Konkurrenz
Wenn die Gärtner in der Nachbarschaft ihr Wissen teilen, können sie gemeinsam entscheiden, welche Pflanzen wo gepflanzt werden. Ein kleiner Austausch im Garten kann den Unterschied machen: Wer hat einen hohen Baum, der Schatten spendet? Wer kann einen kleinen, kletternden Kraut wachsen lassen? So entsteht ein echtes Gemeinschaftsgefühl.

Wichtige Erkenntnis
Jeder Quadratmeter zählt, und die optimale Nutzung bedeutet nicht, den Boden zu überladen. Es bedeutet vielmehr, die Pflanzen in einer Weise anzuordnen, die ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt und gleichzeitig die Gesamtfläche ausnutzt.